Autorin: Katharina Kirschkowski (stud. Volontärin Kunstvermittlung)
Wir haben in den letzten Monaten gelernt mit den Augen zu lächeln. Aber sehen wir das auch?
Mit Maske und Abstand ist es besonders schwer geworden Menschen anhand ihrer Mimik einzuschätzen: Ist sie zufrieden oder nicht? Lächelt er eigentlich oder sind die Mundwinkel übellaunig nach unten verzogen? Da bleibt uns manchmal nur der Blick auf die Schultern, die Hände, den Körper.
Mimik, Gestik und Körpersprache sind wichtige Bestanteile der Kommunikation – und man kann sie fast überall in der Ausstellung „Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle“ entdecken.
In dem Workshop Gestenreich fragen wir die Werke in der Ausstellung, was sie uns mitteilen wollen, indem wir versuchen sie im Zusammenspiel von Gesichtsausdruck und Körperhaltung zu lesen. Und dafür beschäftigten wir uns auch mit unseren eigenen und intuitiven Möglichkeiten uns ohne Worte zu verständigen.
Von diesem Ausgangspunkt können wir einen Blick über den Tellerrand wagen. Wir bewegen uns weg von der gesprochenen Sprache und nähern uns einer Kommunikation, die man auch ohne Ton verstehen kann. Was können unser Gesicht, unser Körper und unsere Hände zum Ausdruck bringen? Wie zeigen sich Emotionen in uns an uns? Von hier aus bauen wir die Brücke zur Gebärdensprache.
Für sie ist die Tonlage der Stimme nicht relevant. Der Ausdruck von Körper und Mimik formt den Klang des Wortes und hebt die Bedeutung hervor.
Wir haben zum Vorgeschmack auf unseren Workshop einige kleine Videos vorbereitet, mit denen man sich die Wartezeit, bis man wieder richtig vor Ort ins Museum kann, ein bisschen verkürzen kann.
Was heißt wohl was? (Auflösung ganz unten)